Englandbesuch vom 03.-09.04.2009

WVW-Jugendaustausch begeistert alle Teilnehmer / Neue Freundschaften gefunden und alte gefestigt / Mischung aus Sport und Sightseeing

Wenn Schwimmer eine Reise tun, dann können sie etwas erzählen. 29 Kinder und Jugendliche sowie 14 begleitende Erwachsene des 1. WV Wunstorf sind nach einem sechstägigen Englandaufenthalt um viele Eindrücke und positive Erfahrungen reicher.

Im vergangenen Jahr waren es 23 Mitglieder des englischen Schwimmclubs Hythe Aqua, die dem Wunstorfer Schwimmverein nach zehnjähriger Austauschpause einen Besuch abstatteten. Die Beziehungen zwischen dem 1. WVW und dem englischen Schwimmclub in der Nähe von Dover besteht bereits seit über 30 Jahren und wurde jetzt mit diesem Gegenbesuch neu belebt. Während der Anreise an die südenglische Küste waren die WVWler bei Kraftfahrer Eckhard Simon vom Wunstorfer Reisebusunternehmen Meuter in guten Händen. Nach zehnstündiger Fahrtzeit setzten die Wunstorfer mit der Kanalfähre von Calais nach Dover über. Leider wurde der sonst sehr imposante Blick auf die Kreidefelsen zum Bedauern aller Teilnehmer durch dichten Nebel vereitelt. Das Wiedersehen am Hythe-Swimming-Pool fiel aber entschädigte für die lange Reisezeit und fand erwartungsgemäß mit einem großen "Hello again" statt.

Der Ort Hythe liegt direkt am Meer und hat etwas mehr als 20.000 Einwohner. Die Stadt liegt in hügeliger Landschaft und die kleinen Gassen und Straßen bestechen immer wieder durch Reihenhausbauweise, kleinen Vorgärten und die Vorliebe für kleine Erker. Das Programm, das den Wunstorfern geboten wurde, war vielfältig und abwechslungsreich. Ein Empfang im Rathaus der Stadt, ein Besuch im Thorpe-Park (ähnlich dem Heidepark Soltau), ein Tagesausflug durch den Abenteuerwald "Groombridge Gardens", ein Familientag mit individuellem Wunschprogramm, eine Shoppingtour durch das mittelalterliche Canterbury sowie eine "Farewell-Party" im Cricketclub von Hythe ließen diesen Austausch zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Einige WVWler nutzten den Familientag zu einem Ausflug nach London, andere verbrachten die freie Zeit bei einem Bummel durch Hythe oder gönnten sich einen Ruhetag gemeinsam mit ihren Gastgebern.

Doch nicht nur das umfangreiche Ausflugsprogramm gehörte zum Englandaufenthalt der Wunstorfer, auch die sportliche Seite kam hier nicht zu kurz. Schwimmspiele, einige Trainingseinheiten im Schwimmbad, auch hier herrscht tatsächlich Linksverkehr und Waterpolo (Wasserball) ergänzten das Programm und ließen die Abende ausklingen. Die danach oft getroffenen Verabredungen zum Abendessen unterstrichen das freundschaftliche Miteinander zwischen Gästen und Gastgebern von Anfang. So mischten sich auch gerne während der Ausflüge deutsche und englische Teilnehmer in den Bussen und die Verständigung untereinander klappte von Tag zu Tag besser. Bei den gemeinsamen Treffen blickte man nur in gut gelaunte und zufriedene Gesichter. Heimweh war nicht angesagt.

Als besonderer Höhepunkt erwies sich bereits am ersten Nachmittag vor dem Schwimmtraining ein Strandbesuch der besonderen Art. "Seaplunge for the brave", was so viel heißt wie "Meerbaden für die Mutigen", in der 10 Grad kalten Nordsee war dann wirklich nur etwas für Abgehärtete. Doch Gastgeber wie auch Gäste gaben sich hier nicht die Blöße und so ging es nur mit Badeanzug oder Badehose bekleidet in die wirklich kalten Fluten. Die Zuschauer hatten ihren Spaß, die Mutigen eine im wahrsten Sinne des Wortes eiskalte Erfrischung. Das anschließende warme Abduschen im Schwimmbad sowie viele lustige Wasserspiele ließen die Gänsehaut auf beiden Seiten jedoch schnell verschwinden.

Ein weiterer gelungener Programmpunkt bildete die Abschiedsparty. Neben einem leckeren Barbecue erwarteten die Gäste eine Disko und eine Ostertombola. Als Dankeschön für die gelungene deutsch-englische Woche überreichten die WVWler dem Hythe Aqua-Vorsitzenden Jim Parish an diesem Abend einen Wanderpokal. Er soll die Beziehung zwischen den beiden Schwimmvereinen zukünftig dokumentieren.

Jetzt ist die Einladung für den Gegenbesuch im kommenden Jahr bereits ausgesprochen, so dass die Wunstorfer darüber nachdenken müssen, mit welchem Programm sie die Engländer zu Ostern 2010 in der Auestadt empfangen wollen. Waren es im vergangenen Jahr nur 23 Teilnehmer aus England, werden es nach diesem Reiseerfolg wohl erheblich mehr Gäste sein, die am Austauschprogramm bzw. am Gegenbesuch im kommenden Jahr teilnehmen werden. Für die gelungene Organisation seitens des WVW zeichneten besonders Jugendwart Frank Weiß und Schwimmtrainerin Kathrin Brandt verantwortlich. Ihnen sei auf diesem Wege noch einmal ein herzliches Dankeschön aller Teilnehmer gesagt. Besonders auch die gute Betreuung der vielen "elternlosen" Kinder und Jugendlichen ist ihnen hervorragend gelungen und muss hier hervorgehoben werden.

hier geht's nach oben   auf zur Startseite

Anregungen und Wünsche senden Sie bitte an den .
Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisiert am 11.05.09.