Senioren-WM in Clermont-Ferrand (Frankreich) vom 17.-22.03.2008

Renate Hofmann wieder Weltmeisterin!

Nach ihrem Marathontriumph im Jahr 2005 in San Sebastian wurde Renate Hofmann vom 1. WV Wunstorf erneut Weltmeisterin in der Altersklasse W65, allerdings nun auf der Halbmarathondistanz.

v.l: Renate Krüger, Renate Hofmann, Heidelore Bensch

In Clermont-Ferrand standen im Rahmen der diesjährigen Hallen-Senioren-WM auch einige Straßenwettbewerbe auf dem Programm. Renate Hofmann reiste eigens für die 21,1 km lange Halbmarathonstrecke nach Frankreich.

Zunächst hatte es den Anschein, als ob die Teilnehmer zusätzlich noch mit Sturm und Regen kämpfen mussten, doch pünktlich mit dem Startschuss wechselte schlagartig das Wetter und die Läufer konnten bei herrlichem Sonnenschein und angenehm niedrigen Temperaturen ihren Wettkampf absolvieren.

Von der Papierform her hatte sich Renate Hofmann allenfalls Chancen auf den Bronzerang ausgerechnet. Zu stark schien die Schwedin Gudrun Fleetwood, die ein paar Tage zuvor schon überlegen Weltmeisterin im 8 km Crosslauf wurde. Auch die drei Jahre jüngere und neu in die Klasse W65 gekommene Neustädterin Heidelore Bensch (LG Hannover) hatte im letzten Jahr eine um eine Minute bessere Halbmarathonzeit auf ihrem Konto.

Renate Hofmann beim Lauftreff-Empfang

So hefte sich Renate Hofmann an die Fersen der favorisierten Schwedin und wollte so lange wie möglich das hohe Tempo mitgehen. Doch nach 10 km wurde es der Wunstorferin sogar zu langsam und sie ging an der Schwedin vorbei. Gudrun Fleetwood konterte jedoch und überholte ihrerseits Hofmann. Dieses Wechselspielchen wiederholte sich mehrfach. Aber nach 18 Kilometern war eine Vorentscheidung gefallen: rund 300 Meter Vorsprung hatte sich Hofmann zu diesem Zeitpunkt herausgearbeitet. Am Ende blieben die Uhren für Renate bei tollen 1:47:06 Stunden stehen. Fleetwood stieg sogar noch ganz aus dem Rennen aus. Ob eine Verletzung, die Erschöpfung oder gar die Enttäuschung „nur“ Zweite werden zu können, der Grund für die Aufgabe so kurz vor dem Ziel war, ließ sich nicht mehr klären. Auf jeden Fall kam so Heidelore Bensch, die nicht ganz fit an den Start ging, in 1:53:37 Stunden doch noch auf den Silberrang.

Zusammen mit Heidelore Bensch und Erika Krüger (TV Reichenbach) gab es für die Wunstorferin noch eine zweite Goldmedaille, denn das deutsche Team war in der Klasse W65/70 konkurrenzlos.

Begeistert war Renate Hofmann von der tollen Stimmung und der Atmosphäre während der Wettkämpfe in der mittelfranzösischen Stadt. Einige Teilnehmer, die sie bei vorangegangenen internationalen Begegnungen kennen gelernt hat, versuchten sie auch prompt für eine Teilnahme an der Senioren-EM in Ljubljana in diesem Sommer zu überreden. „Es ist zwar immer mit großem Aufwand verbunden und ganz billig ist es ja auch nicht. Aber ich überlege jetzt ernsthaft, ob ich dort auch wieder teilnehmen werde“, so Renate Hofmann nach ihrem WM-Sieg.

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Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisiert am 27.03.08.