Deutsche Meisterschaften Masters Lange Strecke in Köln vom 23.-25.04.2010

WVW-Damen schwimmen sensationell Weltrekord -
Dorit Gierke souverän mit neuem Deutschen Rekord

Vom 23.-25.04.2010 fanden die Deutschen-Masters-Meisterschaften „Lange Strecke“ der Schwimmer im Leistungszentrum Köln statt. Zu dieser Veranstaltung hatten 589 Teilnehmer aus 255 Vereinen insgesamt 1100 Einzelstarts und 124 Staffelmeldungen abgegeben - der 1. WV Wunstorf war mit 6 Aktiven vertreten. Die WVW Masters lieferten wieder eine Klasseleistung ab, noch dazu im Vergleich zu den „großen“ Vereinen wie SG Essen, Frankfurt, Berlin oder z. B. Hamburg, bei denen es auch weitaus bessere Rahmenbedingungen gibt.

v.l.: Corinna Krietsch, Sylvia Haak, Kathrin Lazar, Dorit Gierke

Beginnen wir diesen Bericht mit dem echten „Highlight“, der 4 x 200m Freistilstaffel der Frauen. Hier hatten die Wunstorfer Frauen bewusst, in der AK 160 gemeldet, weil sie sich durchaus berechtigte Chancen auf einen Podiumsplatz machen durften. Mit einer Meldezeit von 10:22 Min. gingen sie als leichte Favoriten ins Wasser. Startschwimmerin Sylvia Haak legte schon einmal eine guten Grundstein und brachte die WVW Damen gleich in Führung, Kathrin Lazar als Zweite und dann Corinna Krietsch ließen nicht nach und so konnte Schlussschwimmerin Dorit Gierke mit Vorsprung auf die letzten 200 Metern ins Wasser gehen. Sie konnte noch weiter Boden gut machen und schwamm das Rennen in einer tollen Gesamtzeit von 10:02,29 Minuten für die WVW Damen nach „Hause“.

Diese Staffel ist neu im Weltverband der Masters und somit bedeutete es nicht nur den Deutschen Meistertitel über 4 x 200m Freistil, sondern auch gleichzeitig Welt-, Europa und natürlich auch Deutschen Masters Rekord für das überaus glückliche Quartett. So eine Leistung hat es im 1. WV Wunstorf bisher noch nicht gegeben.

Aber auch bei den Einzelrennen konnten sich alle WVW-Masters bestens in Szene setzen. Allen voran Dorit Gierke (AK 45) die nach ihrer längeren Verletzungspause ihren ersten großen Wettkampf hatte und schon in bestechend guter Form war. Bei ihrem ersten Start über 400 m Lagen ging sie hinter der klaren Favoritin Susanne Reibel-Oberle vom SSV Lahr - immerhin 3. der WM 2006 – an den Start. Sie lag zwar vor der abschließenden 100 m Freistilstrecke auf dem 2. Platz, konnte aber in einem tollen Finish einen Rückstand von 5 Sekunden wettmachen und schlug knapp als neue Deutsche Meisterin der AK 45 in einer sehr guten Zeit von 5:47,99 Minuten an. Auf ihrer Nebenstrecke 200 m Rücken kam sie in guten 2:52,87 Min. auf einen 5. Platz. Wichtiger war da ihr abschließendes Rennen über ihre Paradestrecke 200 m Schmetterling, die sie aber seit 2007 nicht mehr auf der langen Bahn geschwommen war. Auch hier schwamm sie ein gutes und konstantes Rennen und sicherte sich souverän mit neuem Deutschen Altersklassenrekord von 2:41,96 Min. den zweiten Meistertitel. Sie unterbot die alte Bestmarke um sage und schreibe 6 Sekunden.

Dorit Gierke (Mitte) bei der Siegerehrung 200 m Schmetterling

Auch Corinna Krietsch stand in der Altersklasse 40 ihre Frau und ging im Einzel über ihre Hauptstrecke 200 m Rücken an den Start. Da sie frisch aus dem Urlaub kam, war sie ein bisschen skeptisch bezüglich ihrer Form, aber das brauchte sie nicht. Sie schwamm ein beherztes Rennen von vorne heraus und schlug nach einer guten Zeit von 2:47,52 Minuten klar als neue Deutsche Meisterin an.

Ihre Vereinskollegin Sylvia Haak konnte sich im selben Rennen ebenfalls gut behaupten und sicherte sich in 2:52,08 Min. die Bronzemedaille in ihrer neuen Altersklasse 40. Wunstorfer Dominanz meinte da sogar der Sprecher bei der Siegerehrung.

Der nächste Deutsche Meister im Bunde war Thomas Paehr, der in der Altersklasse 55 über 200 m Brust an den Start ging. Zwei seiner stärksten Konkurrenten traten nicht an und machten ihm den Sieg in einer tollen Zeit von 2:57,85 Minuten noch etwas leichter, er konnte sich aber auch im Vergleich zu den Norddeutschen Meisterschaften deutlich steigern.

Die nächste Medaillengewinnerin der WVW Masters war Kathrin Lazar, die ebenfalls über die schwere Strecke 200 m Schmetterling in der für sie neuen Altersklasse 40 ins Wasser ging. Mit einer durchaus ansprechenden Zeit von 3:01,11 Min. konnte sie sich den Deutsche Vizetitel sichern und mit einer zusätzlichen Silbermedaille im Gepäck zufrieden die Heimreise antreten.

Leider konnte sich Tina Bolte nicht in die Medaillenränge schwimmen, aber ihre Leistungen sind nicht minder erwähnenswert. Schließlich hatte sie sich nach einer Babypause erst mühsam im Training an ihre alte Form heranarbeiten müssen. Ihr Trainingsfleiß wurde belohnt, denn mit ihrer Zeit von 11:23,98 Min. über 800 m Freistil in der Altersklasse 30 musste sie sich nicht verstecken und konnte mit ihrem ersten Wettkampf nach längerer Pause mehr als zufrieden sein.

Das richtig gute Abschneiden der WVW Masters lässt für die Weltmeisterschaften im Sommer hoffen, schade nur, das die Trainingsbedingungen in der beginnenden Freibadsaison aller Voraussicht nach nicht mehr so ideal sein werden wie noch im letzten Jahr.

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Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisiert am 28.04.10.