Deutsche Meisterschaft Kurzbahn in Wuppertal vom 11.-14.11.2010

Joana Voß im B-Finale der Deutschen Meisterschaft

Nachdem die 14-jährige Joana Voß vom 1. WV Wunstorf im Sommer in Berlin bereits Deutsche Jahrgangsmeisterin über 100 m Rücken wurde, hielt sie nun auch in der offenen Klasse mit der nationalen Konkurrenz mit.

Joana Voß beim Start

Bei der Deutschen Kurzbahnmeisterschaft in der sogenannten Wuppertaler Schwimmoper trat sie für die neue Startgemeinschaft vom 1. WV und TUS Wunstorf, der WSG Wunstorf an.

Am letzten Tag der Veranstaltung qualifizierte sie sich mit einer weiteren Leistungssteigerung und der tollen Zeit von 1:02,59 Minuten als 13. für das B-Finale über 100 m Rücken. Im Endlauf war sie mit 1:02,72 Minuten nur unwesentlich langsamer und belegte somit den 15. Platz. Keine andere Schwimmerin aus dem Jahrgang 1996 konnte sich vor Joana Voß platzieren!

Schon zu Beginn der Meisterschaft ließen ihre Zeiten aufhorchen: in ihrer Nebenlage 50 m Schmetterling schwamm sie in 0:29,87 Minuten und kam damit auf den 79. Platz. Das Rennen über 200 m Rücken beendete sie nach starken 2:19,87 Minuten und wurde damit 30. im Elitefeld der besten deutschen Schwimmerinnen.

Ganz eng ging es dann im 50 m Rückensprint zu. 29,73 Sekunden bedeuteten den 25. Platz in Deutschland. Nur noch winzige 23 Hundertstel-Sekunden trennen sie damit vom WVW-Männer-Vereinsrekord, gehalten von Sascha Janitzki aus dem Jahr 1994!

Die 100 m Lagen, im Zeitplan zwischen Vor- und Endlauf gelegen, schwamm sie mit „angezogener Handbremse“ und erzielte dennoch die respektable Zeit von 1:08,85 Minuten (Platz 60). Nur im Lagenschwimmen gab es für sie keinen neuen Vereinsrekord, den hält die junge Kolenfelderin auf dieser Strecke seit September mit 1:08,64 Minuten.

Der Deutsche Schwimmverband hat Joana Voß kürzlich als eine von nur acht Schwimmerinnen aus dem Jahrgang 1996 in den C-Kader berufen. Auch wird sie demnächst zu einem Ländervergleichskampf nach Genf oder Luxemburg eingeladen.

Als ganz großes Ziel für 2011 hat sich Joana Voß Jahr die Teilnahme an der Jugend-Europameisterschaft gesteckt. Ob sie sich tatsächlich hierfür qualifizieren kann, steht allerdings noch in den Sternen. Zum einen muss die knallharte Normzeit auf der 50m-Bahn erfüllt werden und zum anderen muss sie bei der Deutschen Jahrgangsmeisterschaft im kommenden Jahr auch unter die zwei besten deutschen Schwimmerinnen der Jahrgänge 1995 und 1996 kommen. Das wird schwer genug, denn mit Alexandra Wenk, aus München, die dem älteren Jahrgang 1995 angehört, dürfte nach der Papierform schon ein Platz vergeben sein, schließlich wurde die Münchnerin in Wuppertal bereits Deutsche Vizemeisterin in der offenen Klasse.

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Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisiert am 18.11.10.