DM Kurzbahn Masters Berlin am 19./20.11.2011

Damen der WSG Masters holen 3 Deutsche Meistertitel
Dorit Gierke mit Einzel-Gold über 100 m Schmetterling – Damen-Staffel gewinnt 2x Gold

v.l.: Kathrin Lazar, Corinna Krietsch, Dorit Gierke, Sylvia Haak

Am 19./20.11.2011 fanden die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften der Mastersschwimmer in Berlin statt. Es waren fast 700 Aktive aus 467 Vereinen in den Europapark angereist, um die Deutschen Meister auf der Kurzbahn über die Sprintstrecken auszuschwimmen. Mit 3.502 Meldungen gab es fast 800 Meldungen mehr als im Vorjahr, was auf ein starkes und breit besetztes Teilnehmerfeld schließen ließ. Von der WSG Wunstorf waren 5 Frauen und 4 Männer in die Bundeshauptstadt gereist, um sich mit der nationalen Spitze zu messen und die WSG Masters brauchten sich abermals nicht zu verstecken und kehrten mit einigen Medaillen zurück.

Ausgesprochen erfolgreich war wieder die Damenstaffel der WSG, die in der Besetzung Dorit Gierke, Sylvia Haak, Corinna Krietsch und Kathrin Lazar in der AK 160-199 Jahre Gesamtalter bereits bei den Landes- und Norddeutschen Meisterschaften eine Erfolgsbank war. Bei der 4 x 50 m Lagen-Staffel erschien nach den Meldezeiten ein zweiter Platz möglich zu sein, aber die Konkurrenz „schwächelte“. Die WSG Frauen Corinna Krietsch (Rücken), Dorit Gierke (Brust), Kathrin Lazar (Schmetterling) und Sylvia Haak (Freistil) lagen von Anfang vorn und ließen sich die Führung auch nicht mehr aus der Hand nehmen. Sie gewannen den Titel in toller neuer Bestzeit von 2:16,11 Minuten. Dieses war der erste Streich….der zweite folgte über die 4 x 50 m Freistilstrecke, bei der sie eigentlich gar nicht an den Start gehen wollten. Kathrin Lazar hatte ihre Vereinskameradinnen quasi zu dieser Staffel „überredet“…es sollte keine schlechte Idee gewesen sein. Sie gingen in der Reihenfolge Dorit Gierke, Kathrin Lazar, Corinna Krietsch und Sylvia Haak ins Wasser. Völlig überraschend schlugen auch hier als Erste an. Die Wunstorferinnen konnten sich in 2:03,12 Min. knapp vor den Mannschaften aus Essen und Neukölln Berlin behaupten und holten sich damit ihre zweite Goldmedaille.

Dorit Gierke (Mitte)

Gleich bei ihrem ersten Einzelstart ging Dorit Gierke in der AK 45 über ihre Paradestrecke 100 m Schmetterling an den Start und ließ keine Zweifel aufkommen, dass sie hier gewinnen wollte. Nach einer guten Zeit von 1:13,32 Min. schlug sie als Erste und neue Deutsche Meisterin an. Sie gewann die Goldmedaille und den einzigen Einzeltitel für die WSG Masters. Über 50 m Schmetterling in 0:33,52 Min. reichte es zu einem 5. Platz, bei ihrem letzten Start über 100 m Rücken gewann sie überraschend noch Bronze in 1:20,57 Minuten.

Auch Corinna Krietsch konnte sehr zufrieden mit ihrem Abschneiden in der AK 40 sein. Als erstes sicherte sie sich über 100 m Lagen in tollen 1:14,61 Min. eine Silbermedaille. Auch wenn die Zeit von 0:33,36 Min. sehr gut war, so musste sie sich über die 50 m Rückensprintdistanz mit dem undankbaren 4. Platz begnügen. Deutlich besser lief es dann wieder auf der 100 m Rückendistanz, die sie in der hervorragenden Zeit von 1:13,35 Minuten als Zweite und damit ebenfalls als Deutsche-Vizemeisterin beenden konnte.

Sylvia Haak, Kathrin Lazar, Corinna Krietsch, Dorit Gierke

Fast genauso erfolgreich war Maren Söhlke, die über dieselben Strecken in der AK 30 an den Start ging. Beim ihrem ersten Start über 100 m Lagen schwamm sie so schnell wie seit 6 Jahren nicht mehr. Die Zeit war zwar sehr gut, dennoch reichte für sie hier leider nur zu Platz 6. In ihrer Hauptlage Rücken ließ sie dann nichts mehr anbrennen und belegte in persönlicher Bestzeit von 0:32,96 Min. den 3. Platz. Zum Abschluss belohnte sie sich nach einer tollen Zeit von 1:11,96 Min. über 100 m Rücken noch mit Platz 2, einer Silbermedaille und dem Vizetitel.

Die letzte Einzelmedaille für die WSG holte wieder eine Frau, diesmal war es Kathrin Lazar, die in der AK 40 startete. Sie schwamm über 100 m Schmetterling ein beherztes Rennen und schlug nach sehr guten 1:16,39 Minuten als Dritte an und freute sich über eine Bronzemedaille. Über 50 m Schmetterling belegte sie in 0:34,05 Min. den 8. Platz. Eine gute Zeit schwamm sie in ihrem letzten Wettkampf noch über 100 m Freistil, hier kam sie in 1:06,56 Min. Rang 6.

Bei den WSG Männern war Thomas Paehr in der AK 55 mit seinem 4. Platz über 50 m Brust in guten 0:35,92 Min. der Beste. Seine 100 m-Zeit von 1:19,44 Min. war zwar recht gut, reichte aber „nur“ zum 5. Platz. In seiner Altersklasse ging übrigens kein Geringerer als der Ex-Weltmeister Walter Kusch an den Start.

Sylvia Haak war in den Einzelwettkämpfen über die Freistilstrecken in der AK 40 gemeldet. Die 50 m schwamm sie in 0:30,32 Min. und kam auf Platz 7. Besser lief es über 100 m, allerdings schrammte trotz respektabler Zeit von 1:05,92 Min. knapp am Treppchen vorbei und wurde Vierte. Die gewonnenen Goldmedaillen aus den Staffeln konnten aber ein bisschen trösten…

In dem starken Teilnehmerfeld haben sich hat sich auch die 4 x 50 m Lagen mixed Staffel der WSG (AK 160-199 Jahre) beachtlich geschlagen. In der Besetzung Corinna Krietsch (Rücken), Frank Hartung (Brust), Dorit Gierke (Schmetterling) und Christian Bamberg (Freistil) schwammen sie in neuer Bestzeit von 2:10,45 Min. auf den 5. Platz von 17 Mannschaften.

Brustspezialist Frank Hartung ging im Einzel in der AK 45 an den Start. Auch wenn die Konkurrenz groß war, so konnte er sich doch immer sicher unter den Top 10 platzieren. Über 100 m Brust belegte er in 1:15,52 Min. den 6. Platz und auf der 50 m Sprintdistanz reichte es nach 0:34,40 Min. zu Platz 9.

Auch Timo Ruppel konnte mit seinem Abschneiden in der AK 35 durchaus zufrieden sein. Er schwamm die 50 m Freistil in 0:27,38 Min., was Platz 17 bedeutete. Richtig gut lief es für ihn über die 100 m Freistil, die er in neuer persönlicher Bestzeit von 1:01,95 Min. beendet (10. Platz).

Christian Bamberg musste sich in der Altersklasse 30 mit extrem starker und großer Konkurrenz auseinandersetzen. Er machte seine Sache sehr gut und schwamm auch gute Zeiten: 100 m Freistil in 1:01,00 Min. (Platz 18), 100 m Lagen in 1:13,11 Min. (Platz 19) sowie 50 m Schmetterling in 0:31,24 Min . und 50 m Freistil in 0:27,04 Min. (jeweils Platz 20).

Das gute Abschneiden der WSG Masters war mal wieder klasse und zeigt, Berlin ist halt immer eine Reise wert. Es war zugleich auch der letzte Wettkampf in diesem Jahr. 2012 stehen dann für einige Masters die Weltmeisterschaften im Juni in Riccione (Italien) auf dem Programm.

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Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisiert am 02.12.11.